Mindfuck-Level: Fortgeschrittener
Schrödingers Katze ist ein Gedankenexperiment aus der Physik. In einer Schachtel mit Gift befindet sich eine Katze. Gemäß des Gedankenexperiments ist der Status der Katze so lange unbestimmt, bis jemand die Schachtel öffnet und nachschaut. Erst durch die Überprüfung erhält die Katze ihren Status als lebendig oder tot. Für James Ward Byrkit war Schrödingers Katze die gedankliche Grundlage für seinen Low-Budget-Film Coherence. Mit minimaler Crew, improvisierten Dialogen und Byrkits Haus als einzigem Drehort konzentriert sich der Film fast völlig auf seinen Mindfuck-Inhalt.
Doppeltes Dinner
Emily (Emily Foxler) trifft sich mit Ihrem Lebenspartner Kevin (Maury Sterling) und sechs Freunden zu einer Dinnerparty. Als der Strom ausfällt, bemerken sie, dass nur ein Haus in der Ferne noch Licht hat. Hugh (Hugo Armstrong) und Amir (Alex Manugian) gehen nachsehen und kommen mit einer merkwürdigen Kiste zurück. Diese enthält einen Tischtennisschläger und mit Zahlen versehene Fotos der acht Freunde. Hugh weicht zunächst aus, erzählt aber schließlich, dass er in dem Haus eine identische Dinnerparty gesehen hat und die Freunde offenbar Doppelgänger haben. Dies erklären sie sich mit dem Vorbeiziehen eines Kometen. Emily, Kevin, Mike (Nicholas Brendon) und Laurie (Lauren Maher) machen sich ebenfalls auf den Weg zum Haus. Sie sind mit blauen Knicklichtern ausgerüstet und treffen auf ihre vier Doppelgänger, die rote Knicklichter bei sich tragen. Beide Gruppen flüchten zurück in ihr jeweiliges Haus.

Ein Kommen und Gehen – Das Ende von Coherence
Die Katze im Sack? – Der Mindfuck von Coherence
Fazit
Coherence schafft es durch eine gute Grundidee sehr viel aus seinem geringen Budget zu machen. Durch die oft improvisierten Dialoge wirkt es zwar manchmal so, als würden alle durcheinander reden, doch trotzdem entwickelt sich eine nachdenklich stimmende Geschichte über Menschen in einer Ausnahmesituation. Dass dabei offenbar jeder bereit ist, unmoralisch zu handeln, um seinen eigenen Vorteil gegenüber den unbescholtenen Doppelgängern zu sichern, ermutigt zur Beschäftigung mit Coherence über das Filmende hinaus. Damit das Geheimnis des Films nicht zu früh enttarnt wird, strapaziert Coherence manchmal zeitliche und logische Zusammenhänge. Doch angesichts der guten Unterhaltung fällt dies kaum ins Gewicht.
Weiterführende Links
Coherence bei www.imdb.com
Coherence bei www.rottentomatoes.com
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Bildnachweis: Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Bildstörung
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Tatsächlich hat der Film so einiges mit Schrödingers Katze zu tun, denn wäre das Gedankenexperiment real durchgeführt worden, so wäre der Kasten beim Öffnen leer gewesen – weil sich die Katze, wie es so Katzenart ist, angesichts ihrer unsicheren Zukunftsaussichten in eine andere Realität verpisst hätte. Diese Idee stammt ursprünglich von Douglas Adams, soweit ich mich erinnere.